Praktikumsbericht 2008

Abendliche "Arbeitsbesprechung" mit Yoneyama-Sensei bei Yaki-Niku (gegrilltes Fleisch)
Blick in einen Vorlesungssaal in der Morinomiya University: Shonishin-Unterricht
Shonishin-Übung mit Dr. Ozaki
Nadeltypen für Shonishin. Shonishin ist eine Behandlung bei Kindern mit speziellen Nadeln. Jene in Form eines Ginkgo-Blatts wurde von Dr. Yoneyama sen. entwickelt.
Anwendung von Kinesiotape am Knie
Meine Lehrer an der Morinomiya-Universität: Dr. Ozaki (li.) und Frau Dr. Kobayashi
Auch in diesem Herbst war ich wieder zum alljährlichen Praktikum in Japan. Der Flug war zwar anstrengend, aber einen Tag später ging´s wieder in Yokkaichi los. Dr. Yoneyama war etwas in Stress, da ein (fast) komplett neues Team am Start war. Zwei neue, frisch graduierte Akupunkturärzte und neues Verwaltungs- und Klinikpersonal. Es lief aber alles souverän an.
Dieses Jahr sollte das Hauptaugenmerk auf dem Krankheitsbild "Frozen Shoulder" (Schultersteife) liegen, da im vergangenen Jahr viele Patienten mit dieser Krankheit zu Dr. Yoneyama kamen. Lustigerweise kam in der Praktikumszeit nur ein einziger Patient mit diesem Problem. Zur Demonstration der Nadeltechnik reichte es aber allemal. Abends wurden alle Assistenzärzte zu Kurzvorträgen über die Thematik "verdonnert". Auch Dr. Yoneyama reihte sich ein und erklärte mir seine Studienergebnisse. Er verschaffte mir auch die Möglichkeit, einen Tag lang in der Suzuka-Universität zu verbringen.
Nach zwei Wochen fuhr ich zurück nach Osaka ins "Yoneyama Shin Kyuu In" zu Dr. Suzuki und Frau Dr. Kawaguchi. Auch hier war nicht mehr alles beim Alten. Dr. Yutani ist zwar immer noch dabei, aber Dr. Kuwahara verstärkte seit einiger Zeit die Mannschaft. 2009 eröffnet er in seiner Heimat in Süd-Japan eine eigene Klinik. Ich glaube, ich werde meinen Freund - "das Opfer" - vermissen.
Auch bei Dr. Suzuki lernten noch weitere Studenten und "frischgebackene" Akupunkturärzte. Ich wurde auf eigenen Wunsch mit eingereiht und schlug mich bei den Übungen tapfer. Bei den "Nadel-Übungen" wurde ich dann auch Dritter. Immerhin waren wir acht "Teilnehmer"! Wir besprachen die Behandlung von Kindern mit Shoni-shin (dazu gab es Klinikfälle als praktische Beispiele) sowie die Behandlung mit Kinesiotape - einem sehr dehnfähigen, stabilisierenden Spezialpflaster, das derzeit auch in Europa in Mode kommt.
Einen Tag verbrachte ich in der Morinomiya-Universität in Osaka. Dort nahm ich auch an Shoni-shin-Vorlesungen mit praktischen Übungen teil, bei denen ich überraschend als Assistenzlehrer eingesetzt wurde. Leider kann ich Ihnen dazu nicht alle Fotos zeigen, da ich sonst gegen das Heilmittelwerbegesetz verstoßen würde.
Allen, die wieder dafür gesorgt haben, dass ich diese lehrreiche und für meine Patienten nützliche Zeit in den genannten Einrichtungen nutzen konnte, ein herzliches Dankeschön: An Dr. Sakae Yoneyama, Dr. Shin Suzuki, Dr. Ozaki, Dr. Kobayashi, Dr. Kuwahara, Dr. Hayashi, Dr. Kawaguchi. Dank schulde ich auch meinem Freund Motoe Kimura.