Phytotherapie

Ginkgo biloba - ein Klassiker in der asiatischen Pflanzenheilkunde
Das Heilen mit Pflanzen ist die älteste Heilkunde überhaupt. Selbst Tiere nutzen die spezielle Wirkung bestimmter Pflanzen, und wir Menschen haben es noch nicht ganz verlernt - wir kennen zum Glück noch etliche Hausmittelchen wie Kamillentee und Arnikatinktur. Inzwischen haben viele Ärzte wieder Pflanzenpräparate im Musterschrank oder empfehlen sie als Ergänzung (seltener als verträglichere Alternative) zu den üblicheren synthetischen Pharmazeutika.
Pflanzenheilkunde kann jedoch viel mehr, als den Patienten ein Fertigpräparat "nach Schema F" anzubieten. Meist geht es dabei um Kombipräparate, die die Wirkungen verschiedener Pflanzen(-teile) miteinander vereinen. Je nach Diagnose kann die Rezeptur nicht nur genau auf den einen Patienten, sondern auch auf dessen aktuellen Bedarf angepasst und dementsprechend im Laufe der Behandlung geändert werden. Solche Präparate müssen bestellt werden. Die Darreichungsformen sind unterschiedlich; Tees sind die preiswerteren Phytotherapeutika, für manche - besonders im Arbeitsalltag - aber die aufwändigeren; fertige Tropfen sind dann eine kostenintensive Alternative. Darüber hinaus gibt es natürlich von den Herstellern pflanzlicher Heilmittel eine breite Auswahl an fertigen Präparaten, die in vielen Fällen gut einsetzbar sind.

Ich empfehle pflanzliche Heilmittel häufig in Ergänzung zu weiteren Behandlungen, z.B. mit Akupunktur, um etwa die Leber zu stärken oder die Ausleitung zu unterstützen. Allgemeine Aussagen zum Nutzen des einen oder anderen Präparats sind im Normalfall nicht möglich, erst eine Diagnose und die Beobachtung des Therapieverlaufs bilden eine seriöse Grundlage für die Anwendung der Pflanzenheilkunde.