Nachruf

Anfang dieses Jahres verstarb mein langjähriger Mentor, Lehrer und Freund Dr. Sakae Yoneyama (Nagoya, Japan). Dr. Yoneyama war Neurologe und Akupunkteur mit einer eigenen kleinen Klinik in der zentraljapanischen Stadt Yokkaichi.

Seit 2005 lehrte er mich dort in jährlichen Weiterbildungen die japanische Akupunktur. Zugleich vermittelte er mir wertvolles Wissen aus seiner jahrelangen neurologischen Behandlungspraxis. In den Räumen des Universitätsklinikums Jena fanden 2010, 2014 und 2016 unsere „Yoneyama-Seminare“ statt - dreitägige Lehrveranstaltungen eines hochkarätigen japanischen Dozententeams unter der Leitung von Dr. Yoneyama, in denen Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker sowie einige Ärzte erste Kenntnisse der japanischen Akupunktur erwerben konnten. Stets wohnte er in dieser Zeit in meiner Heimatstadt Weimar. Er war glücklich, Weimar kennen zu lernen, denn er war ein Kulturgenießer. Dr. Yoneyama liebte die klassische Musik, insbesondere die Johann Sebastian Bachs, und schätzte die Spezialitäten der Thüringer Küche.

Ich fühle mich der japanischen Akupunktur, wie sie Dr. Yoneyama sehr erfolgreich praktizierte, verpflichtet. In seiner Klinik sah ich die weitreichenden Möglichkeiten und erstaunlichen Ergebnisse, aber auch die Grenzen der Akupunktur. Seit 2016 habe ich die Ehre, mit seiner Erlaubnis die „Japanische Akupunktur nach Yoneyama“ ausüben und lehren zu dürfen. Das ist sicherlich die beste Art der Erinnerung an meinen Lehrer.

Unterstützung durch meine Kollegin

Um der großen Nachfrage nach Terminen annähernd zu entsprechen, bekomme ich seit einiger Zeit in meiner Praxis an bestimmten Tagen Unterstützung durch eine Kollegin. Sie ist ausgebildete Heilpraktikerin und Therapeutin für Akupunktur-Massage nach Penzel. Darüber hinaus hat sie an allen Yoneyama-Seminaren teilgenommen und praktiziert die Akupunktur nach Yoneyama.

Neu ab 2019

Derzeit absolviere ich eine Ausbildung zum Bogensport-Therapeuten, nach deren Abschluss ich diese Therapieform in mein Programm aufnehme. Indikationen können z.B. Muskeldystrophien und Dysbalancen im Thoraxbereich und den oberen Extremitäten sein, aber auch psychosomatische Diagnosen (ADHS/ADS, Burnout, Konzentrationsschwäche u.ä.).